Im Hotel

6 Tage Training am Stück. Das bedeutet für mich wie so oft: Hotel! Wie immer reise ich am Vortag an, dieses Mal an einem Sonntag Abend. Es ist kalt draussen. Bitterkalt. Ich betrete das Hotel und man begrüsst mich wie gewohnt sehr höflich mit Namen. Während ich vor Kälte den Kugelschreiber in der Hand kaum halten kann, kommt mir spontan die Idee, ein heisses Bad einzulassen. Ich: Haben Sie eigentlich auch Zimmer mit Badewanne – ich hatte immer nur eins mit Dusche? Sie: Wir haben wenige, exklusive Luxus-Suiten mit freistehendem Jacuzzi-Whirlpool in der Top-Etage. Alle anderen Zimmer haben eine grosse Dusche.

Jetzt kommt’s: Ich: Aha…! Und wie komme ich zu so einer Suite? Sie: Indem man sie bei uns bucht!? Ich helfe nach und setze meinen flehenden Hundeblick auf. Sie schmunzelt und tippt in ihrem System herum. Darauf meint sie: Sie sind doch das ganze Jahr immer wieder mal bei uns und letztes Jahr waren Sie auch schon öfters hier. Ich nicke und merke dabei, dass mein Hundeblick immer noch da ist. Sie: Herr Enz, gerne gebe ich Ihnen eine freie Suite für 2 Tage zum selben Preis. Ich kann es kaum fassen und greife nach dem Schlüssel mit der Nummer 1 drauf. Ich bedanke mich nochmals herzlich bei ihr.

Ab mit dem Lift in die Top-Etage. Beim Öffnen des Zimmers fühle ich mich wie ein kleiner Schuljunge, der zum ersten Mal eine Wundertüte öffnet. Ich lasse heisses Wasser in die Sprudelwanne und bestelle zur Feier des Tages noch eine Pizza. Schön, dass es noch Unternehmen gibt, die ihren Kunden das Gefühl geben, wahre Könige zu sein, und vor allem Vorgesetzte, die ihren Mitarbeitern Raum und Kompetenzen für solche Situationen überlassen.

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